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Maklerprovision sparen: Lohnt sich der Privatverkauf?

9 Min. Lesezeit 6. April 2026
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Wann lohnt sich der Immobilienverkauf ohne Makler?

Die Maklerprovision ist für viele Immobilienverkäufer ein Dorn im Auge. Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro bedeutet eine typische Provision von 5–7 % immerhin 20.000 bis 28.000 Euro weniger im eigenen Portemonnaie. Die Versuchung ist groß: Warum nicht einfach in Eigenregie verkaufen und diesen Betrag sparen?

Die Antwort ist nicht schwarz-weiß. Der Privatverkauf kann sich rechnen – aber nur unter bestimmten Bedingungen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir ehrlich auf, wann der Eigenverkauf sinnvoll ist, wann nicht, und welche Alternativen es gibt.

Was kostet ein Makler im Jahr 2026?

Zunächst ein Überblick über die aktuellen Provisionsstrukturen:

  • Durchschnittliche Provisionen: 5–7 % des Kaufpreises
  • Bestellerprinzip: Seit 2020 teilt sich die Provision oft paritätisch zwischen Käufer und Verkäufer auf (2,5–3,5 % je Seite)
  • Regionale Unterschiede: In großen Städten eher 5–6 %, in ländlichen Gebieten 6–8 %
  • Objekttyp: Wohnhäuser sind günstiger als Gewerbeobjekte

Hinweis: Die Provision ist Verhandlungssache. Manche Makler bieten auch 4–5 % an – das solltest du vor Vertragsabschluss klären.

Kostenvergleich: Beispiel einer 400.000-Euro-Immobilie

Position Mit Makler Privatverkauf
Kaufpreis 400.000 € 400.000 €
Maklergebühr (6 %) -24.000 € 0 €
Online-Annoncen, Fotos 0 € -500 €
Rechtliche Beratung 0 € -1.000 €
Maklergebühr für Käufer (falls nicht paritätisch) 0 € -12.000 €
Nettoerlös 376.000 € 386.500 € (bei Erfolg)

Ohne Nebenkosten wie Notargebühren und Grunderwerbsteuer, die separat anfallen.

Wann lohnt sich der Privatverkauf wirklich?

Gute Lage & hohe Nachfrage

In beliebten Stadtvierteln oder Ballungsräumen ist der Immobilienmarkt angespannt. Interessenten suchen aktiv, Immobilien verkaufen sich schnell. Hier reicht oft eine gute Online-Anzeige aus – und der Makler macht einen viel kleineren Unterschied als in schwierigen Märkten.

Handwerkliche Erfahrung & Netzwerk

Hast du selbst schon Häuser gekauft oder verkauft? Kennst du Makler, Notare und Handwerker persönlich? Dann hast du einen Vorteil, den die meisten privaten Verkäufer nicht haben. Dieses Netzwerk spart Zeit und Fehler.

Modernes, wartungsfreies Objekt

Ein neuer Bungalow ohne Reparaturbedarf verkauft sich leichter selbst. Sanierungsbedürftige Altbauten sind komplexer – da spielen Makler ihre Stärken aus.

Ausreichend Zeit & emotionale Distanz

Der Privatverkauf ist zeitaufwändig: Fotos machen, Besichtigungstermine koordinieren, Fragen beantworten, Verhandlungen führen. Schaffst du das neben deinem Beruf? Und kannst du emotionale Reaktionen auf kritische Fragen absorbieren?

Wann macht ein Makler trotzdem Sinn?

Schwieriges Objekt oder Markt

Sanierungsbedürftige Immobilien, Objekte mit Mängeln oder weniger begehrten Lagen brauchen Profis. Ein guter Makler weiß, wie man solche Objekte in den besten Licht setzt und die richtige Zielgruppe erreicht.

Keine Zeit oder Kapazität

Wer beruflich eingespannt ist, kann sich nicht tagelang um Besichtigungen kümmern. Ein Makler kümmert sich um die zeitraubenden Details.

Professionelle Exposés & Vermarktung

Hochwertige Fotos, Videos, Drohnenaufnahmen, Text und Distribution auf Portalen – das macht einen echten Unterschied. Ein Makler hat diese Infrastruktur.

Käuferfindung aus dem Netzwerk

Makler haben oft schon Käufer im Blick, bevor die Anzeige online geht. Das führt zu schnelleren Transaktionen.

Die dritte Option: Hybrid-Modelle

Es gibt einen Mittelweg: Unternehmen wie DOERTER bieten professionelle Unterstützung ohne volle Maklergebühren an. Du erhältst:

  • Professionelle Bewertung und Marktanalyse
  • Optimierte Anzeigen und Vermarktung
  • Rechtsliche Unterstützung und Vertragsabwicklung
  • Verkaufscoaching und Verhandlungsunterstützung
  • Deutlich reduzierte Kosten (oft 1–3 % statt 5–7 %)

Dieses Modell passt perfekt, wenn du den Aufwand minimieren, aber nicht komplett auf Expertise verzichten möchtest.

Checkliste: Bin ich bereit für den Privatverkauf?

Privat-Check

Ich habe mindestens 10–15 Stunden pro Woche Zeit für Besichtigungen, Anfragen und Verwaltung.

Meine Immobilie liegt in einer gefragten Gegend (Top 3 in der Stadt/Region).

Das Objekt ist modern, saniert oder neuwertig.

Ich habe Verhandlungserfahrung und kann emotionale Ablehnung verkraften.

Ich kenne einen guten Notar oder Immobilienanwalt persönlich.

Ich bin bereit, 500–1.500 € für professionelle Fotos auszugeben.

Hast du 5+ Punkte angekreuzt? Dann könnte der Privatverkauf funktionieren. Ansonsten ist professionelle Hilfe sinnvoll.

Die wichtigsten Fragen zusammengefasst

"Ein ehrlicher Makler wird dir nicht versprechen, dass er dein Haus in einer Woche für 10 % über Marktwert verkauft. Die besten Ergebnisse entstehen durch realistische Preisgestaltung, gute Vermarktung und Geduld."

Kann ich selbst mehr verdienen?

Ja, wenn:

  • Du die Immobilie 3–5 % über den ursprünglichen Wertschätzungspreis bringst (nicht unrealistisch in heißen Märkten).
  • Du keine oder weniger Zeit auf Admin, Besichtigungen und Verhandlungen brauchst.
  • Die Bestellerprovision ohnehin auf den Käufer übertragen wird (dann sparst du 0 €).

Wer trägt das Risiko?

Im Privatverkauf trägst DU das Risiko:

  • Falsche Bewertung → längere Vermarktung → Stress
  • Mangelhafte Exposés → schlechtere Interessenten
  • Rechtliche Fehler → Haftung und Nachteile

Ein Makler trägt das Risiko mit – zumindest psychologisch und reputativ.

Fazit: Deine beste Strategie

Privatverkauf passt zu dir, wenn:

  • Deine Immobilie in einer sehr beliebten Lage steht
  • Das Objekt neu oder hochwertig saniert ist
  • Du Zeit, Nerven und Erfahrung hast
  • Die Maklergebühren paritätisch auf den Käufer übertragen werden

Ein Makler (oder Hybrid-Modell) macht Sinn bei:

  • Schwierigen Lagen oder Objekten
  • Zeitmangel
  • Ersten Verkauf oder wenig Erfahrung
  • Komplexen Finanzierungsfragen

Unser Tipp: Nutze kostenlose Bewertungstools (wie die DOERTER Online-Bewertung) und führe ein ehrliches Gespräch mit dir selbst: Ist die eingesparte Provision größer als der Aufwand und das Risiko? Oft ist es das nicht.

Falls du unsicher bist oder professionelle Unterstützung mit reduzierten Kosten bevorzugst, empfehlen wir unseren Verkaufscheck – eine unabhängige Analyse deiner Verkaufschancen und der besten Strategie für DEIN Objekt.

Noch unsicher, wie du vorgehen solltest?

Unser kostenloser Verkaufscheck analysiert dein Verkaufspotential und zeigt dir die beste Strategie – mit oder ohne Makler.

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